Willy-Bissing-Wettbewerb

Der Willy-Bissing-Wettbewerb wurde 1985 zur Förderung des Musikernachwuchses der Region von der Stiftung der Sparkasse Hanau ins Leben gerufen und wird seither jährlich in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur der Stadt Hanau durchgeführt. Namenspatron des Wettbewerbs ist der Hanauer Pianist und Musikpädagoge Willy Bissing  (1905–1972).

Kindern und Jugendlichen bietet der Wettbewerb eine Plattform, ihr Können öffentlich vorzustellen, wobei nicht der Wettbewerb im Vordergrund steht, sondern die Freude am Musizieren.

Mit dem Wettbewerb leisten die Stiftung der Sparkasse Hanau und der Fachbereich Kultur der Stadt Hanau einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung und ästhetischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen.

Interessenten können sich mit einem Werk ihrer Wahl bewerben: Klassik, Eigenkomposition, Improvisation, Jazz oder Populärmusik, alles ist möglich. Der Wettbewerb bietet auch Raum für Kammermusik im Zusammenspiel von Klavier und anderen Instrumenten sowie Gesang. Zusätzlich findet eine Wertung für vierhändiges Klavierspiel statt.

Eine wechselnde Jury, besetzt mit Lehrerinnen und Lehrern von privaten Musikschulen sowie allgemeinbildenden Schulen, beurteilt die Leistungen.

Über Willy Bissing

Der Musiker Willy Bissing

Willy Bissing wurde am 3. Februar 1905 in Hanau geboren. Sein Name ist untrennbar mit dem Konzertleben der Stadt verbunden. Von 1917 bis 1922 erhielt er ersten Musikunterricht in Klavierspiel und Musiktheorie an der Hanauer Musikakademie. 1923 trat er zum ersten Mal öffentlich anlässlich eines Konzerts der Hanauer Musikakademie auf.

Nach seiner Ausbildungszeit ging Bissing nach Frankfurt am Main, wo er zunächst bei Professor Renner studierte; seine Ausbildung schloss er bei Professor Alfred Höhn ab, den er als einen der wenigen international anerkannten Pianisten verehrte. Nach einem dreijährigen Studium der Musikwissenschaft an der Frankfurter Universität legte er im Jahre 1930 das Staatsexamen in Klavier und Musikwissenschaft ab. Anfang der dreißiger Jahre veranstaltete er selbständig Konzertabende in Hanau.

In der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre führte er auch Konzerte mit Orchestern durch; so machte ihn eine Tournee mit dem Rhein-Mainischen Landesorchester in vielen Städten Hessens bekannt. Seine Klavierabende im Hause des Arztes Dr. Völker in Hanau waren im Übrigen die ersten künstlerischen Veranstaltungen in Hanau nach 1945.

Stürmischen Beifall erhielt er, als er 1950 zur Eröffnung der Stadthalle zusammen mit dem Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Bruno Vondenhoff Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 spielte.

Des Weiteren interpretierte er im „Arbeitskreis für Neue Musik“ in Frankfurt moderne Kompositionen; Radio Frankfurt holte ihn in den Sendesaal, wo er häufig als Solist, Begleiter und Kammermusiker konzertierte.

Besondere Verdienste hat sich Willy Bissing auch als Musikpädagoge und als Lehrkraft an der Hohen Landesschule erworben. Er wirkte ebenso als Organist an der Johanneskirche und als Musiklehrer an der Eberhard-Realschule für Jungen. Von 1924 bis zur Auflösung des Instituts im Jahre 1936 lehrte er an der Hanauer Musikakademie.

Hohes Ansehen erwarb sich Willy Bissing vor allem als Interpret des Beethoven’schen Klavierwerkes. Außerdem formte er auch „die Klavierwerke von Mozart bis Debussy in meisterhaften, werkgerechten Interpretationen, und erwies sich auch als begleitender Pianist als ein ungemein feinsinniger, sensibler Künstler“.

Ablaufplan

Gruppe I von 09:00 Uhr bis 09:20 Uhr
Gruppe II von 09:25 Uhr bis 10:15 Uhr
Gruppe III von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr
Gruppe IV von 11:45 Uhr bis 12:50 Uhr
Mittagspause von 13:00 Uhr bis 14:30 Uhr
Gruppe V von 14:45 Uhr bis 15:15 Uhr
Gruppe III Kammermusik von 15:30 Uhr bis 15:45 Uhr

Gruppe 1 (von 9:00 Uhr bis 9:20 Uhr)
Name Programm Minuten
Hänel, Ben Theodor Arabeske a-Moll

Friedrich Burgmüller (1806-1874)

Aus Charming Moments „Frosty Night“

Sandra Labsch (*1978)

Aus 12 zauberhafte Monate „Sommernachtstraum“

Sandra Labsch (*1978)

1 Min. 50 Sek.

1 Min. 50 Sek.

2 Min.

Youhannapour, Linda Elise Sonatine C-Dur, Moderato, Adagio

Daniel Steibelt (1765-1823)

Fiesta

William Gillock (1917-1993)

Aus dem Zwergenland

Alec Rowley (1892-1958)

3 Min.

2 Min.

45 Sek.

Spielzeit Insgesamt: 12 Min.

Gruppe 2 (von 9:25 Uhr bis 10:15 Uhr)
Name Programm Minuten
Angersbach, Constantin Sonatine G-Dur, 1. Satz Moderato, 2. Satz Moderato

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Walzer Tempo di Valse

Alexander Tichonowitsch Gretschaninow (1864-1956)

1. „Für immer“, 2. „Irische Tänze“

Jens Rupp (*1964)

4 Min.

2 Min.

2 Min.

Eickhoff, Mieke Air und Klavierstück B-Dur

Georg Philipp Telemann (1681-1767)

„Die kranke Puppe“ op. 39 aus dem Jugend Album

Pjotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893)

Wettlauf der Indianerponys

David Carr Glover (1925-1988)

2 Min. 40 Sek.

2 Min. 30 Sek.

1 Min. 30 Sek.

Lenhard, Linus Zwei Menuette in d-Moll und F-Dur Leopold Mozart (1719-1787)

„Die ersten Lektionen am Pianoforte“ op. 125 Nr. 1 und Nr. 3

Anton Diabelli (1781-1858)

„Ballade“ und „Auf dem Spielplatz“

István Szelényi (1904-1972)

2 Min. 15 Sek.

2 Min. 10 Sek.

2 Min. 10 Sek.

Meyer, Janina Impertinence HMV 494

Georg Friedrich Händel (1685-1759)

Sonatine C -Dur Moderato

Carl Czerny (1791-1857)

Aus Kinderalbum „ Märchen am Abend/Seilspringen“

Aram Chatschaturjan (1903-1978)

1 Min. 30 Sek.

3 Min.

3 Min.

Schimmelpfennig, Kim Ein französisches Menuett F-Dur

Jean-Henri d’Anglebert (1629-1691)

Babiole G-Dur

Jacques-Christophe Naudot (1690-1762)

Der Hirtenjunge Allegro non troppo

Samuil Moissejewitsch Maikapar (1867-1938)

The Clock Sonatina C-Dur

Timothy Brown (*1937)

1 Min. 15 Sek.

1 Min. 15 Sek.

1 Min.

2 Min. 30 Sek.

Witthaut, Laura-Min Sonatino G-Dur 1. Satz Moderato, 2. Satz Romanze Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Polynesia Nokturne

William Gillock (1917-1993)

4 Min. 50 Sek.

2 Min.

Spielzeit Insgesamt: 43 Min.

 

Gruppe 3 (von 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr)
Name Programm Minuten
Bender, Lukas Präludium d-Moll BWV 926

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sonatina in F-Dur op. 60 Nr. 1

Friedrich Kuhlau (1786-1832)

„Andantino“ aus Bilder der Kindheit Nr. 1 c-Moll

Aram Chatschaturjan (1903-1978)

„Zwei plappernde Tantchen“ aus Klänge der Kindheit

Aram Chatschaturjan (1903-1978)

1 Min. 30 Sek.

3 Min. 30 Sek.

1 Min. 30 Sek.

2 Min.

Holthusen,Emilia Aus Sonatine C-Dur op. 20 Nr.1, Andante und Allegro rondo

Friedrich Kuhlau (1786-1832)

Lyrische Stücke Walzer op. 12 Nr. 2

Edvard Grieg (1843-1907)

Kobold op. 71 Nr. 3

Edvard Grieg (1843-1907)

2 Min. und 3Min.

2 Min. 30 Sek.

2 Min. 30 Sek.

Maurer, Jessica Variations a-Moll, Allegretto

Niccolò Paganini ( 1782-1840)

Nokturne Nr. 10 von „Little Novelettes“, f-Moll, Andantino

Samuil Moissejewitsch Maikapar (1867-1938)

„Blue Mood“ c-Moll, Moderately, slowly

William Gillock (1917-1993)

4 Min.

4 Min.

1 Min.

Witthaut, Julie-Sue Invention Nr. 8, F-Dur

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sonate op. 49 Nr. 2, G-Dur, 2. Satz Tempo di Menuetto

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Lieder ohne Worte „Venezianisches Gondellied“ op. 30 Nr. 6

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)

2 Min.

4 Min.

3 Min. 50Sek.

Zhou, Betty Yunuo „Fantasie-Impromoptu“ cis-Moll

Frédéric Chopin(1810-1849)

Sonatina in Colors –„Blue“ D-Dur

Kevin R. Olson (*1971)

Sonatina in Colors – „Red“ a-Moll

Kevin R. Olson (*1971)

6 Min.

2 Min. 10 Sek.

1 Min. 50 Sek.

Spielzeit Insgesamt: 51 Min.

Gruppe 3 - Kammermusik (von 15:30 Uhr bis 15:45 Uhr)

 

Name Programm Minuten
Lang, Lilli Josephine(Querflöte)

und

Streck, Helene Margarete Luise
(Klavier)

Sonate e-Moll, 1. Satz, Adagio ma non tanto

Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Sonate e-Moll, 4. Satz, Allegro

Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Fantasie

Georges Adolphe Hüe
(1858-1948)

3 Min.

4 Min.

7 Min. 30 Sek.

Spielzeit Insgesamt: 15 Min.

 

Gruppe 4 (von 11:45 Uhr bis 12:50 Uhr)
Name Programm Minuten
Deutsch,Oliver Invention Nr. 14 B-Dur, Andante con moto

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sonate op. 49 Nr. 2 G-Dur, Allegro, Ma non Troppo

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

He Rests

Norbert Ewald (*1954)

3 Min.

6 Min.

1 Min. 40 Sek.

Kohlberger, Merlind Französische Suite V, G-Dur, BWV 816 Allemande/Courante Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Etude-Tableaux g-Moll op. 33 Nr. 8

Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow (1873-1943)

Prélude g-Moll op. 23 Nr. 5 Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow (1873-1943)

5 Min.

4 Min. 30 Sek.

4 Min.

Seudieu, Jerielle Sinfonia Nr. 15 h-Moll Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sonatine op. 88 Nr. 3 a-Moll Satz I und III

Friedrich Kuhlau (1786-1832)

Lieder ohne Worte op. 53 Nr. 1 AS-Dur Felix Mendelssohn Bartholdy ( 1809-1847)

1 Min. 40 Sek.

6 Min. 30 Sek.

4 Min.

Wortig, Elias Alexander Französische Suite Nr. 3 h-Moll, Sarabande Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sonate op. 49 Nr. 2

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

Rumänische Volkstänze Nr. 1, Nr. 2, Nr. 3 Béla Bartók (1881-1945)

2. Min 50 Sek.

5 Min.

3 Min. 50 Sek.

Zeiler, Natalie Französische Suite Nr. 3 h-Moll, BWV 814, Allemande Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Sonate f-Moll op. 2 Nr. 1

Ludwig van Beethoven (1770-1827)

The Cat and the Mouse „Scherzo Humoristique“

Aaron Copland (1900-1990)

3 Min.

4 Min.

6 Min.

Spielzeit Insgesamt: 63 Min.

Gruppe 5 (von 14:45 Uhr bis 15:15 Uhr)
Name Programm Minuten
Müller,Pauline Französische Suite Nr. 2 c-Moll, Allemande

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Lyrische Stücke op. 54 „ Zug der Zwerge“

Edvard Grieg (1843-1907)

Aus children’s corner doctor gradus ad parnassum Claude Debussy (1862-1918)

Romeo und Julia op. 75 Nr. 9 „Lilientanz der Mädchen“

Sergei Sergejewitsch Prokofjew (1891-1953)

2 Min. 50 Sek.

5 Min.

4 Min.

1 Min. 50 Sek.

Krauss, Victoria Präludium und Fuge B-Dur

Johann Sebastian Bach (1685-1750)

Etude c-Moll op. 10 Nr. 12 I

Frédéric Chopin (1810-1849)

Nocturne b-Moll op. 9 Nr. 1

Frédéric Chopin (1810-1849)

Cinq Etudes de Jazz-Chanson

Erwin Schulhoff (1894-1942)

3 Min.

3 Min.

5 Min.

4 Min.

Spielzeit Insgesamt: 29 Min.